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    <title>Politikerkorruption (Rubrik:Transparenz sinnlos)</title>
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    <dc:publisher>Gobsch</dc:publisher>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:date>2005-02-12T19:45:44Z</dc:date>
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    <title>Politikerkorruption</title>
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  <item rdf:about="http://politikerkoruption.twoday.net/stories/478708/">
    <title>&quot;Transparenz sinnlos&quot;</title> 
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    <description>&lt;font color=red size=3&gt;&lt;b&gt;&quot;Transparenz sinnlos&quot;&lt;br /&gt;
Wirtschaftsminister M&amp;uuml;ller soll Energiepolitik f&amp;uuml;r E.ON gemacht haben&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
18. Jan. 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild: RWE PowerDie Offenlegung von Zahlungen der Wirtschaft an Politiker tragen nach Auffassung der atomkritischen &amp;Auml;rzteorganisation IPPNW &quot;nicht im mindesten dazu bei, dass eine von Industrieinteressen unabh&amp;auml;ngige Politik m&amp;ouml;glich ist.&quot; Das beweise der Fall des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers und E.ON-Managers Werner M&amp;uuml;ller. M&amp;uuml;ller weise in der &quot;Berliner Zeitung&quot; zu Recht darauf hin, dass er kein Geheimnis daraus gemacht hat, vor seiner Berufung ins Ministeramt 25 Jahre als Manager in der Energiewirtschaft t&amp;auml;tig gewesen zu sein, meint die IPPNW. &quot;M&amp;uuml;ller war 1998 vom Energie- und Atomkonzern E.ON in die Bundesregierung geschickt worden. Dieser ungeheuerliche Vorgang war f&amp;uuml;r die &amp;Ouml;ffentlichkeit v&amp;ouml;llig transparent&quot;, sagte ein Sprecher der &amp;Auml;rzteorganisation. &quot;In der Bundesregierung hat M&amp;uuml;ller ungeniert die Interessen seines Konzerns und seiner Branche vertreten. M&amp;uuml;ller setzte mit dem so genannten Atomkonsens den langj&amp;auml;hrigen Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke durch, torpedierte das Erneuerbare Energiegesetz und lie&amp;szlig; durch seinen Staatssekret&amp;auml;r eine Ministererlaubnis zugunsten einer Tochtergesellschaft von E.ON erteilen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Kaum war M&amp;uuml;ller 1998 nach dem Regierungswechsel zu Rot-gr&amp;uuml;n Wirtschaftsminister, griff er Umweltminister J&amp;uuml;rgen Trittin unabl&amp;auml;ssig an&quot;, so die IPPNW. &quot;Trittin hatte nichts anderes gemacht, als &amp;#8211; der Koalitionsvereinbarung gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;#8211; auf einen z&amp;uuml;gigen Atomausstieg hinzuwirken und ein Verbot der Wiederaufarbeitung durchzusetzen. Schon wenige Monate nach dem Regierungswechsel war Trittin faktisch entmachtet, er stand kurz vor dem &amp;#8211; erzwungenen &amp;#8211; R&amp;uuml;cktritt.&quot; Nach kl&amp;auml;renden Gespr&amp;auml;chen mit Bundeskanzler Schr&amp;ouml;der sei Trittin Umweltmininister geblieben und habe sich an dem so genannten Atomkonsens vom Juni 2000 beteiligt, &quot;der den langj&amp;auml;hrigen Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke vorsah&quot;. Im Jahr 2002 sei das neue Atomgesetz in Kraft getreten, mit dem die Atomindustrie eigenen Aussagen zu Folge in h&amp;ouml;chstem Ma&amp;szlig;e zufrieden sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Auch bei der angestrebten Energiewende versuchte Wirtschaftsminister M&amp;uuml;ller, alles zu verhindern&quot;, zitiert die IPPNW einen ehemaligen Mitarbeiter der gr&amp;uuml;nen Bundestagsfraktion. M&amp;uuml;ller habe vehement versucht, das Erneuerbare Energiegesetz zu verhindern oder zumindest zu verw&amp;auml;ssern. Entw&amp;uuml;rfe f&amp;uuml;r das Gesetz seien bei E.ON gepr&amp;uuml;ft worden. &quot;In einem Fall ist der gr&amp;uuml;nen Bundestagsfraktion sogar ein Entwurf aus dem Hause E.ON zugeleitet worden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erneuerbare Energiegesetz sei erst nach einer pers&amp;ouml;nlichen Intervention des schleswig-holsteinischen Ministerpr&amp;auml;sidentin Heide Simonis durchgegangen. Simonis brauchte die F&amp;ouml;rderung der erneuerbaren Energien, um die Wahl in Schleswig-Holstein zu gewinnen. Sonst w&amp;auml;re das Gesetz m&amp;ouml;glicherweise am Widerstand von Wirtschaftsminister M&amp;uuml;ller gescheitert. M&amp;uuml;ller habe weiterhin versucht, die F&amp;ouml;rderung der umweltfreundlichen Kraft-W&amp;auml;rme-Kopplung zu behindern, da E.ON kaum &amp;uuml;ber diese Technik verf&amp;uuml;gt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor seiner R&amp;uuml;ckkehr zu E.ON habe M&amp;uuml;ller seinen Staatssekret&amp;auml;r &amp;#8211; gegen das Votum des Bundeskartellamtes &amp;#8211; noch eine Ministererlaubnis zur Fusion der Ruhrgas AG mit E.ON erteilen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Geschehnisse sind nach Auffassung der IPPNW &quot;kein Einzelfall, keine individuelle Verfehlung&quot;. Es sei Teil der bundesrepublikanischen Wirklichkeit, dass einflussreiche Banken und Industrieunternehmen Politiker und Parteien bezahlen. &quot;Selbstverst&amp;auml;ndlich werden daf&amp;uuml;r Gegenleistungen erwartet. Die Parteispenden werden seit Jahren transparent gemacht. Das &amp;auml;ndert aber rein gar nichts an der demokratisch nicht legitimierten Einflussnahme.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeintr&amp;auml;chtigung seiner Unabh&amp;auml;ngigkeit als Minister habe er in dem Rentenanspruch zu keiner Zeit gesehen. Schlie&amp;szlig;lich sei eine Pension kein Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe im &amp;Uuml;brigen kein Geheimnis daraus gemacht, dass er vor seiner Berufung ins Ministeramt 25 Jahre als Manager in der Energiewirtschaft gearbeitet und damit auch Pensionsanspr&amp;uuml;che erworben habe, sagte M&amp;uuml;ller weiter. Seine Entscheidungen als Minister jedenfalls habe die E.ON-Rente nicht beeinflusst. &quot;Ich h&amp;auml;tte, spa&amp;szlig;haft gesagt, alle Atomkraftwerke von E.ON stilllegen k&amp;ouml;nnen, an meinem Rentenanspruch und am Rentenbeginn im Januar 2002 h&amp;auml;tte das nichts ge&amp;auml;ndert&quot;, betonte M&amp;uuml;ller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der aktuellen Diskussion um Nebeneink&amp;uuml;nfte von Politikern, sagte M&amp;uuml;ller, er sei daf&amp;uuml;r, die Nebent&amp;auml;tigkeiten von Politikern offenzulegen. Allerdings schw&amp;auml;che es die Qualit&amp;auml;t der Politik, wenn zum Beispiel die Tatsache einer in 25 Berufsjahren verdienten Firmenrente, die Mitarbeit in der Politik verb&amp;ouml;te. &quot;Wie so oft, sehe ich die Gefahr, dass wir angesichts der momentanen Debatte das Kind mit dem Bade aussch&amp;uuml;tten&quot;, sagte der Ex-Minister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M&amp;uuml;ller, der im Oktober 2002 aus dem Kabinett ausschied, wurde 2003 Vorstandschef der RAG. An der RAG ist E.ON beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:subject>Transparenz sinnlos</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Gobsch</dc:rights>
    <dc:date>2005-01-19T08:29:13Z</dc:date>
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